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Herren 60 - Bezirksliga

Hinten von links nach rechts: Rolf Weltmann, Helmut Sporbeck, Dr. Bernfried Nugel, Werner Spoo, Norbert Steinkämper
Vorne von links nach rechts: Paul Spoo, Wolfgang Hutmacher, Paul Guntermann, Adolf Tschada

Traum und Wirklichkeit: Herren 60 zur Saisonvorbereitung auf Mallorca 
(von Bernfried Nugel)

Pünktlich um 05:48 war die Mannschaft am 18.04.2008 vollzählig (allerdings ohne die beiden Neuzugänge) in der Abflughalle des Flughafens Dortmund versammelt; superpünktlich hatte freilich Werner Spoo schon um 05:45 die erste Runde Sekt zur Feier seines ?ten Geburtstags an die fünf zum vereinbarten Zeitpunkt anwesenden Mannschaftskameraden ausgeschenkt. Erst die zweite Runde - er hatte tatsächlich zwei Flaschen mitgebracht - konnte er dann an alle acht Mallorca-Reisenden verteilen. Dies war der verheißungsvolle Auftakt zu einer (von Wolfgang Hutmacher vorbildlich organisierten) Mannschaftsfahrt, die hauptsächlich der Saisonvorbereitung dienen sollte, sich aber in ihrem Verlauf aber immer mehr zu einer Erlebnisreise der besonderen Art entwickelte.

 

Natürlich stand zunächst das Trainingsprogramm im Vordergrund: jeweils 2 Stunden Tennis an 4 von 6 Aufenthaltstagen, was auf den ersten Blick wenig erscheint, aber im Hinblick auf das warme Klima und die selbst in unseren jungen Jahren nötigen Regenerationsphasen eine Auslastung hart am Limit bedeutete. Daher wurde mit jedem Tag Erholung größer geschrieben, und die Unterbringung sowie das Ambiente in Paguera luden auch ausdrücklich dazu ein. Unser Hotel lag am westlichen Ende der Bucht direkt am Meer, bot All-inclusive-Verpflegung und eine Sonnenterrasse mit Pool-Bar (u.a. 3 Sorten Hierbas-Likör im Angebot) im 4. Stock hoch in den Klippen: der Blick auf das Panorama von Paguera war wirklich einmalig!

 

Einige Mutige badeten sogar im Meer oder Pool, die so zwischen 16 und 17 Grad ‚warm' waren. Für weitere Abwechslung sorgten die Nähe der ‚Einkaufsmeile' von Paguera und abends diverse Möglichkeiten der Freizeitgestaltung; hierfür konnten diejenigen Mannschaftskameraden, die schon im letzten Jahr die Saison 2007 in Paguera vorbereitet hatten, ausgezeichnete Tipps geben, z.B. für einen Besuch bei "Hermine" und bei "Herbert" (zum Probieren der besten Sangria Pagueras) oder im "Bar Romantico", wo wir Manolo auf der Gitarre und die Sängerin Luz de la Luna bewundern und rhythmusklatschend begleiten durften.

 

Eindrucksvoll verlief auch eine Inselrundfahrt im gemieteten Kleinbus, die uns über Cala Millor bis in die Bucht von Alcúdia führte. Sie galt eigentlich der Erkundung von besseren Tennisanlagen, da die von uns in Paguera gebuchte zu schlecht gepflegt wurde, doch Paul Spoos Fahrkünste bescherten uns zum Ausgleich atemberaubende Serpentinen und Ausblicke aufs Meer beim Ansteuern eines hochgelegenen Ausflugslokals, das dann allerdings leider geschlossen hatte.

 

Unbestreitbarer Höhepunkt des Aufenthalts war jedoch das Ergebnis einer harmlosen Wanderung nach Camp de Mar westlich von Paguera. Hier stießen wir nicht nur auf einen schönen Golfplatz, der zwei unserer Mannschaftskameraden sofort begeisterte, sondern auch auf eine Mercedes-Vertretung, die sich mit einer Werbekampagne für einige Wochen direkt am Golfplatz und Golfhotel niedergelassen hatte. Beim Anblick der Topmodelle der SLK- und SL-Klasse und beim Probesitzen im schwarzen McLaren (Norbert Steinkämper) nahm der allgemeine Wunsch nach einer Testfahrt immer deutlichere Formen an, und als uns die Verkäufer ausdrücklich dazu einluden, war die Vereinbarung von mehreren Fahrten am folgenden Tag schnell getroffen.

 

Doch nach unserer Rückkehr ins Hotel wuchsen vor allem bei Adolf Tschada die Zweifel, ob das alles mit rechten Dingen zugehen könnte: Würden die Mercedes-Vertreter wirklich bis zu sechs Testfahrten für unsere Mannschaft durchführen lassen, wo doch nur eine minimale (!) Aussicht auf Kundenwerbung bestand? Eine heiße Diskussion zwischen Adolf und Norbert endete schließlich in einer Wette mit hohem Einsatz: Falls Mercedes tatsächlich mehr als zwei Wagen zur Verfügung stellen sollte, müsste Adolf neben einer Mannschaftsrunde jeweils 10,00 Euro pro zusätzlich gestelltem Wagen in die Mannschaftskasse zahlen; falls Norbert verlöre, wäre ebenfalls eine Runde und ein namhafter Betrag für die Mannschaftskasse fällig. Die genauen Einzelheiten der Wette ließen sich allerdings selbst mit Hilfe von juristisch versierten Mannschaftskameraden nicht eindeutig festlegen, da weder ein staatlich geprüfter Rechtsberater noch ein Notar so kurzfristig zur Verfügung standen. Immerhin konnten am nächsten und - man höre und staune - auch am darauf folgenden Tage jeweils sechs (!) Testfahrten stattfinden, was für die im Einsatz befindlichen Mannschaftskameraden ein Heidenspaß war und der Kundenfreundlichkeit der Mercedes-Vertreter ein hervorragendes Zeugnis ausstellte. Fast genauso groß war der Spaß an der Einlösung der Wette! Insgesamt war die Mallorca-Fahrt, wie Lothar Riehl stellvertretend für alle feststellte, von großer Harmonie geprägt, und das ist immer noch die beste Voraussetzung für ein erfolgreiches Auftreten bei den Mannschaftsspielen in der Bezirksliga. Und so war es dann auch: Offensichtlich hatte sich das intensive Vorbereitungstraining in Paguera positiv auf die spielerische Leistung ausgewirkt. So kann Mannschaftsführer Rolf Weltmann auf einen blendenden Start in die Saison 2008 blicken. Da sämtliche bisherigen Begegnungen gewonnen wurden, steht bereits vor dem letzten Spieltag fest:

Der Aufstieg in die Ruhr-Lippe-Liga ist perfekt!