Termine

December 2017
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Datum :  01122017
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Datum :  02122017
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Datum :  03122017
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Herren 60 II

Herren 60 II

Bezirksliga

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Hintere Reihe von links: Reinhold Döllermann, Franz Paul, Manfred Sudmann, Dieter Hopfgarten, Christian Wloka

Vordere Reihe von links: Jürgen Schön (MF), Egon Breid, Bernd Vockenroth, Hans-Georg Kallerhoff

Aufstellung

1       Wloka, Christian       LK 16
         
2   Schön, Jürgen (MF)   LK 18
         
3   Hopfgarten, Dieter   LK 19
         
4   Sudmann, Manfred   LK 20
         
5   Breid, Egon   LK 21
         
6   Vockenroth, Bernd   LK 21
         
7   Kallerhoff, Hans-Georg   LK 22
         
8   Paul, Franz   LK 23
         
9   Döllermann, Reinhold   LK 23

 

Spielplan

Samstag, 02. Mai       13.00 Uhr       TuS Elch Holzwickede 2 - TG Bochum 49 1       1:8       5:17        62:105
                         
Samstag, 09. Mai   13.00 Uhr   TC Friedrich der Große 1 - TuS Elch Holzwickede 2   6:3   13:8   97:72
                         
Donnerstag, 14. Mai   10.00 Uhr   TC Grün-Weiß Bochum 1  - TuS Elch Holzwickede 2   1:8   3:16   53:102
                         
Samstag, 16. Mai   13.00 Uhr   TuS Elch Holzwickede 2 - TuS Bad Sassendorf 1    3:6   7:12   72:82
                         
Samstag, 30. Mai   13.00 Uhr   TC Geithe 1 - TuS Elch Holzwickede 2   5:4   12:9   91:80

 

Fahrradausflug mit Hindernissen der Herren 60 II von Drensteinfurt nach Holzwickede am 29.8.2014

An diese Radtour werden sich alle Teilnehmer bestimmt noch lange erinnern. Die Rede ist von einem verlorenen Rucksack, Sondereinsätzen der Polizei, Mundraub, Wespenbefall, Anglerlatein- und Bierweisheiten. Aber nun der Reihe nach.

Spontaner  Vorschlag und Ideenfindung

Nach der durchwachsenen Meisterschaftssaison 2015 trafen sich die Herren 60 II vollständig zur Abschlussbesprechung. Nachdem alle Punkte von Jürgen abgearbeitet waren, meldete sich überraschend Hans Georg zu Wort. Er brachte den Vorschlag ein, doch wieder eine Mannschaftsradtour durchzuführen. Es wurde lebhaft diskutiert und schnell Einigkeit erzielt. Aber wo sollte es hingehen ?. Hans Georg sprudelte förmlich voller Ideen mit Terminen- und Routenvorschlägen. Schließlich wurde der 29.8. und eine Münsterlandradtour von Drensteinfurt nach Holzwickede beschlossen, mit Zugfahrt von Holzwickede aus nach Drensteinfurt. Wenn wir da schon gewusst hätten, was uns auf dieser Fahrt erwartet. Wer weiß ?. Da Hans Georg Anfang des Jahres aus dem öffentlichen Dienst ausgeschieden war und somit Zeit hatte, war die Wahl des Reiseleiters schnell gefunden. Allerdings auf "Bewährung". Zur Vorbereitung fuhr Hans Georg die Strecke Anfang August ab, legte die Raststätten unterwegs fest und dokumentierte haarklein noch eine Bedienungsanleitung für den Fahrkartenkauf. Insgesamt sollte die Radstrecke 50 km betragen. Alle warteten gespannt auf den 29.8.2015.

Der liegengelassene Rucksack und die Sondereinsätze

Am 29.8. trafen sich in Holzwickede 6 Radler und wickelten nach den Anweisungen von Hans Georg den Fahrkartenkauf ab. Er selbst fuhr von Soest ab und stieß in Hamm auf die Holzwickeder. Egon ließ sich von seiner Frau direkt nach Drensteinfurt chauffieren. Dies sollte sich noch als Glücksfall erweisen. Um 10.08 Uhr kam der Zug pünktlich in Drensteinfurt an. Egon erwartete bereits die Reisegruppe. Alle Fahrräder wurden ausgeladen und man begrüßte sich bereits. Plötzlich sprang Jürgen auf und lief zurück zum Fahrradabteil des Zuges, die Tür war jedoch geschlossen. Jürgen hämmerte wie wild an die Scheibe, da fuhr der Zug aber langsam an. Blass kam er zurück zur Reisegruppe und berichtete aufgeregt, dass sein schwarzer Rucksack mit Geld, Ausweisen, Proviant, Ersatzkleidung inklusive einer hochmodernen Schirmmütze und seine Schlüssel noch im Zug liegt . Der erst seit ein paar Tagen pensionierte Christian rief zur Lagebesprechung und gab ruhig und bestimmt seine Anweisungen. Es war mittlerweile 10.14 Uhr. Der Zug fuhr über Rinkerode (Halt 10.13 Uhr), Hiltrup (10.19 Uhr) nach Münster (10.26 Uhr) mit dem Ziel Rheine. Um also keine Zeit zu verlieren rief Christian entschlossen seine ehemaligen Kollegen von der Bahnpolizei in Münster an. Die Nummer hatte er noch gespeichert. Die wollten sich sofort darum kümmern und mit dem Zugpersonal Kontakt aufnehmen und zurückrufen. Mittlerweile war es 10.18 Uhr. Beim Warten auf den Rückruf seiner Kollegen erzählte Christian noch davon, dass gewöhnlich bei freiliegenden Gepäckstücken (Rucksack oder Koffer) ein SEK-Einsatz möglich ist. Dies kann auch die Sprengung des Gegenstandes bedeuten. Die Kosten einer solchen Aktion trägt der Verursacher und sie können leicht im 5-stelligen Bereich liegen. Jürgen wurde kreidebleich. Wir warteten und warteten, Sekunden und Minuten verstrichen. Deshalb wurde noch organisiert, dass die noch anwesende  Brigitte (die eigentlich nur da war, weil Egon ein Gruppenfoto mit allen Beteiligten vor Beginn der Tour für sinnvoll hielt) als Kurier fungieren sollte, falls der Rucksack gefunden wird. Gegen 10.30 Uhr dann der erlösende Anruf. Ja, der Rucksack wurde gefunden und bei der Bahnpolizei in Münster deponiert. Christian klärte mit den Kollegen noch die abschließenden Details. Danach herrschte Erleichterung und Jürgen bekam etwas Farbe ins Gesicht. Brigitte machte nun die Mannschaftsfotos und fuhr nach genauen Angaben von Christian nach Münster.  Die Reisegruppe begann erleichtert die Radtour.

 

Der Mundraub

Hans Georg konnte nun die Gruppe übernehmen und zu den einzelnen Zielen führen. Rasch wurde Tempo aufgenommen. Die Sonne begleitete uns nun durch das wunderschöne Münsterland. Plötzlich, auf dem Weg nach Herbern, hörten wir ein leichtes Knurren und Brummen bei den Radlern. Schnell wurde klar, es war der Magen von Jürgen. Er hatte wenig gefrühstückt und sich deshalb Proviant mitgenommen. Leider lag dieser nun im Rucksack. Die erfahrene Truppe hatte eine Idee !. Man radelte schon seit einiger Zeit an Obstbäumen entlang. Apfelbaum um Apfelbaum stand rechts des Weges. Die Früchte sind schon reif, wie Reinhold sachkundig bemerkte. Also stiegen unsere Kleinen, wie Dieter, Manfred und Reinhold  vom Rad und wollten die Äpfel pflücken und sprangen hoch um sie zu erwischen. Leider ohne Erfolg. Dann kam aber der 1,90 m große Bernd ins Spiel. Mit ausgestreckter Hand erreichte er ohne Schwierigkeiten die besten Früchte und gab sie Jürgen. Der Magen wurde bedient und die Reise konnte weitergehen. Christian hat die ganze Aktion vorbildlich abgesichert.

Der Wespenbefall

Da Egon zwischenzeitlich mit Brigitte telefonierte, wurde nach einem Übergabetreffpunkt für den Rucksack gesucht und leicht gefunden. Auf dem Weg zu unserem Zwischenziel Werne, kommen wir auch am Schloss Westerwinkel vorbei. Dort gibt es direkt am Golfplatz ein wunderschönes Cafe und Restaurant mit dem Namen "Zum letzten Tee". Dort machten wir Halt und warteten auf Brigitte. Um die Zeit zu überbrücken, legten wir die Kaffeezeit auf 12.00 Uhr und stärkten uns mit Kuchen. Manfred bestellte gleich 2 große Stücke Apfel- und Pflaumenkuchen, natürlich mit Sahne. Mit verschiedenen Kaffeezubereitungen wurde unsere Bestellung serviert.  Dann ging es aber los. Erst kam eine Wespe, dann eine Zweite, plötzlich ein ganzer Schwarm. Manfred lehrte uns in diesem Zusammenhang, dass Wespen ganz harmlose Nutztiere sind und uns nichts tun. Dieter zog den Vergleich mit den Hunden, sie sind ja so lieb, sie tun nichts und wenn sie mal beißen, war es das erste Mal. Im weiteren Verlauf wurde wieder lebhaft diskutiert, Bierdeckel auf Tassen und Gläsern gelegt. Manfred erzählte weiter, dass Bienen und Wespen sich stark unterscheiden. Eine Biene kann nur einmal stechen, eine Wespe mehrmals. Mit diesen Aussichten aßen wir nun schnell den Kuchen auf und gleichzeitig kam die Rettung. Das Restaurant stellte Räucherstäbchen auf und zusätzlich spazierte eine Pfauenfamilie durch den Biergarten. Oh Wunder, plötzlich waren alle Wespen weg.

Übergabe Rucksack

Mittlerweile traf Brigitte ein und übergab den schwarzen Rucksack mit allen Inhalten an Jürgen. Dieser bekam wieder richtig Farbe ins Gesicht und strahlte. In dieser Stimmung übernahm er auch die Rechnung.

Anglerlatein

Die Tour ging weiter. Gekonnt lenkte uns Hans Georg, assistiert durch das Navisystem von Egon, gen Werne, wo wir eigentlich unsere Mittagsrast machen wollten. Gegen 14.30 Uhr angekommen in Werne stellten wir fest, alle Restaurants rund um das wunderschöne Rathaus und die kath. Kirche sind voll belegt. Es gab keine Sitzplätze für eine Gruppe von 8 Personen. Hans Georg mußte schnell umorganisieren und Ziele wie Marina Rünthe bzw. der Forellenhof (ebenfalls in Rünthe) wurden anvisiert. Da alle Marina Rünthe kannten, entschloss sich das Team, den Forellenhof anzufahren. Es erwartete uns bei strahlenden Sonnenschein ein außergewöhnlich schöner Biergarten, eingerahmt von mehreren Forellenteichen. Nachdem wir unsere Bestellungen aufgegeben hatten, entwickelte sich eine interessante Diskussion. Egon berichtete, dass  an einigen Rändern der Forellenteiche Ruhezonen für Fische angelegt wurden, in denen nicht geangelt werden darf und führte weiter aus, dass viele Angler eigentlich nur aus Spaß angeln und die gefangenen Fische wieder ins Wasser werfen. Nun entpuppte sich Reinhold als wahrer Kenner. Angler fangen keine Fische aus Spaß, sondern sie dienen dem Verzehr. Er zweifelte zudem an, dass in den Teichen wirklich Forellen sind. Sie brauchen fließendes Wasser. Eine Wasserfontäne würde zur Sauerstoffanreicherung nicht ausreichen. Deshalb fragten wir zum Abschluß die Angelprofis selber. Natürlich werden hier Forellen geangelt und anschließend verzehrt. Die Angelzeit muss angemeldet werden. Hauptsächlich schwimmen im Teich Lachsforellen. Der befragte Oberangler erzählte uns von seinem größten Fang. Eine Lachsforelle wog mindestens 1 kg. Heute hätten sie aber kein Glück. Es ist zu warm und im Wasser ist kaum Sauerstoff. Die Fische würden sich fast nur in der kühleren Ruhezone aufhalten. Ganze 2 Stück wurden den ganzen Tag gefangen. Wir hatten schon ein wenig Mitleid.

Bierweisheiten und Abschluß

Nach diesen neuen Eindrücken führte uns Hans Georg weiter über Bergkamen-Overberge, Unna-Königsborn und Unna-Massen nach Holzwickede. Zwischendurch rief Christian unser Abschlusslokal an, weil wir eine 1/2 Stunde später als vereinbart eintreffen würden. Nachdem wir die letzten Steigungen nach Holzwickede hinter uns hatten, erreichten wir gegen 17.45 Uhr die Phumabar. Im Vorfeld hatte sich herausgestellt, dass auch viele in Holzwickede wohnhafte Tenniskollegen dieses Lokal mit seinem schönen Biergarten nicht kannten. Nachdem unser erstes "Ankommensbier" bestellt und serviert wurde, wunderten wir uns über Manfred. Vor ihm stand ein kleines Bier (0,2 l) in einer Art Reagenzglas. Manfred argumentierte die Order damit, so bleibt das Bier kalt und verschalt nicht. Alle anderen, die einen 0,4 l Krug bestellt hatten, meinten, dass sie aber schneller trinken würden, somit haben sie den gleichen Effekt. Christian erzählte von einem Bekannten, der mit ähnlichen Argumenten wie Manfred seine 0,2 l Bestellung unterstrich. Allerdings legte dieser Wert darauf, dass er mehr Striche auf den Bierdeckel bekam. Die Bedienung musste also schneller und öfter kommen und hatte für andere Gäste keine Zeit mehr. Das überzeugte auch Manfred mit der Konsequenz, dass das Bier nun warm und schal wurde. Nach dem herzhaften Essen zogen wir ein Resümee des heutigen Tages. Vorab bestellte sich Hans Georg nun auch ein Reagenzglas-Bier. Alle Teilnehmer waren voll des Lobes über die Routenführung und waren der Meinung, dass sich Hans Georg als Reiseleiter bewährt hat. Deshalb wurde er nun  für weitere Radtouren offiziell als Organisator ernannt. Damit das Missgeschick von Jürgen künftig vermieden werden kann, sind Verhaltensweisen zu entwickeln. Im Raum stand die Entwicklung einer Checkliste und eine individuelle Schulung. Mit diesen Aufgaben verabschiedete sich Hans Georg nach Soest. Der Rest war ermattet, aber gut gelaunt und der Kopf war voller Erkenntnisse. Man trank noch ein letztes Bier und begab sich auf den Heimweg.

 

 

30.8.2015 Egon Breid