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Bespannservice

Hättest du es gewusst? Sollte einmal die Saite reißen oder die Bespannung nachlassen. Dann kannst du deine(n) Schläger auch bei jemandem aus unserem Verein bespannen lassen. Und zwar bei...

Thomas Kulinski, Manfred Selhoff oder Johannes Spallek (Kontaktdaten im obigen Menü unter Kontakte -> Bespannservice)

Wissenswertes über Bespannungen (Quelle: )

Wann sollte ich meine Tennissaite wechseln?

  • Viele Tennisspieler denken, dass Sie Ihren Tennisschläger nur neu besaiten müssen, wenn die Tennissaite reißt. Sie sind häufig sogar stolz, dass Sie seit einem langen Zeitraum mit derselben Tennissaite spielen. Sie vergessen dabei zu bedenken, dass sich ein hoher Verlust der Bespannungshärte in einer geringen Schlagkontrolle widerspiegelt und Sie dadurch das Spiel und die Schläge verändern müssen!

Die Besaitungshärte

  • Die Besaitungshärte von Tennisschlägern wird in Kilogramm angegeben und hängt von der Kiloanzahl ab, mit der die Tennissaiten im Schlägerkopf bespannt werden. Die Besaitungshärte und die Power stehen in einem gegenteiligen Verhältnis zueinander, genau wie Power und Kontrolle. Umso höher die Besaitungshärte eines Tennisschlägers ist, desto weniger Power kann man generieren.
  • Die Kontrolle beim Schlagen erhöht sich folglich. Die unten aufgeführte Tabelle verschafft dir einen kompletten Überblick über die Zusammenhänge. 

Bespannungshärte

Power

Kontrolle

Haltbarkeit

Spielgefühl

Komfort

härter

weniger

mehr

weniger

weniger

weniger

weicher

 mehr

weniger

 mehr

 mehr

 mehr

 Erläuterung der Zusammenhänge

  • Umso mehr Power man mit einer identischen Tennissaite generieren möchte, muss man die Bespannhärte verringern.

  • Der Zusammenhang wird auch Trampolineffekt genannt. Eine geringere Besaitungshärte führt jedoch zu einer verschlechterten Kontrolle beim Spielen.

  • Eine Tennissaite mit einer höheren Elastizität verfügt dafür über mehr Power.

  • Ein Tennisschläger sollte mit der Besaitungshärte besaitet werden, die der Hersteller des Tennisschlägers angibt. Die richtige Kiloanzahl finden Sie meistens im Inneren des Tennisschlägers zwischen Schlägergriff und dem Kopf des Tennisschlägers, im so genannten Herz des Tennisschlägers.

Du weißt nicht, welche Besaitungshärte für dich die richtige ist?

  • Dann bespanne deinen Tennisschläger mit der Kiloanzahl, die in der Mitte der empfohlenen Besaitungshärte des Herstellers liegt.
  • Wenn bspw. in deinem Tennisschläger die empfohlene Besaitungshärte von 22 bis 28 Kilo angegeben ist, lasse deinen Tennisschläger am besten mit 25 kg besaiten.

Nachdem du danach das erste Mal auf dem Tennisfeld stehst, können drei verschiedene Szenarien eintreten:

  • Du verfügst über ausreichend Kontrolle und Power beim Schlagen. Mit anderen Worten, deine Besaitungshärte ist genau richtig für dich!
  • Du verfügst über zu wenig Kontrolle bei deinen Schlägen. Erhöhe die Besaitungshärte um ein Kilo beim nächsten Besaiten!
  • Du generierst zu wenig Power beim Schlagen: Verringere die Besaitungshärte um ein Kilo beim nächsten Besaiten, da eine geringere Besaitungshärte durch den Trampolineffekt mehr Power kreieren wird!

Möchtest du mehr Power generieren ohne deine Tennissaite wechseln zu müssen?

  • Verringere einfach Deine Besaitungshärte um 1 bis 2 kg und lasse dich vom Resultat überraschen.

Möchtest du mehr Kontrolle beim Tennisspielen haben ohne deine Tennissaite wechseln zu müssen?

  • Du hast Schwierigkeiten den Tennisball im Tennisfeld zu halten? Dann erhöhe die Besaitungshärte um 1 bis 2 kg. Du wirst ein wenig Power verlieren, im Gegenzug aber über mehr Kontrolle beim Spiel verfügen. Eine andere Möglichkeit ist die Verringerung der Dicke der Tennissaite.

Du möchtest einen höheren Spielkomfort erhalten?

  • Wechsel deine Tennissaite zu einer Naturdarm oder Multifilamentsaite.

Saitentypen (Quelle: www.saitenforum.de)

Obwohl man bei der Saitenherstellung eine ganze Reihe von Eigenschaften einer Saite verändern kann (Material, Struktur, Durchmesser, Farbe, Oberfläche etc.), gibt es unter allen Tennissaiten gewisse Grundunterschiede, die im Folgenden dargelegt werden. Man kann Tennissaiten in zwei große Typen unterteilen: Naturdarmsaiten und Kunstsaiten. 

Naturdarmsaiten

Naturdarmsaiten ("natural gut") werden in einem aufwendigen Verfahren aus Kuhdärmen hergestellt. Sie zeichnen sich durch unübertroffene Elastizität, Spannungsstabilität und "Lebendigkeit" aus. Aber sie sind sehr teuer und relativ witterungsempfindlich, obwohl Darmsaiten in den letzten Jahren in dieser Hinsicht stark verbessert wurden. Die meisten Profis spielen mit Naturdarm, aber für normale Clubspieler sind diese eigentlich kein Thema. Achtung: Es gibt Naturdarmsaiten, die aus Schafdarm hergestellt werden. Diese Saiten sind in der Regel minderwertig und man sollte sich nicht durch den niedrigen Preis verleiten lassen. Gute Darmsaiten sind nicht unter 25 Euro pro Set erhältlich.

Kunstsaiten

Kunst- oder Synthetiksaiten sind meist High-Tech-Produkte, an denen ständig weiterentwickelt wird, um deren Spielbarkeit der von Naturdarmsaiten anzugleichen, bei gleichzeitig kostengünstigerer Produktion. Bei den Kunstsaiten gibt es eine Vielfalt an unterschiedlichen Strukturen und Materialien. Die wichtigsten Typen sind:

Nylonsaiten

Der am häufigsten verwendete Saitentyp. Nylonsaiten gehören zu den preisgünstigsten Tennissaiten und bestehen meist aus einem monofilen (einfaserigen) Nylonkern und verschiedenartigen widerstandsfähigen Ummantelungen. Nylon (Polyamid) eignet sich aufgrund der guten dynamischen Eigenschaften sehr gut für den Einsatz in Tennissaiten. Die zahlreichen unterschiedlichen Konstruktionstypen (Beschaffenheit und Art der Wicklung der umgebenden Fasern) beeinflussen hierbei die Saiteneigenschaften maßgeblich. In der Regel können Nylonsaiten mit mehreren Ummantelungen als hochwertiger angesehen werden. Die Ummantelungen reduzieren den bei Nylonsaiten auftretenden Spannungsverlust etwas. Nylonsaiten eignen sich für Spieler mit normalem bis hohem Saitenverschleiß.

Polyestersaiten

Polyestersaiten weisen eine äußerst einfache Konstruktion auf: Sie bestehen aus einem einzelnen Polyesterstrang und einer dünnen Beschichtung. Diese Konstruktion nennt man "Monofilament". Es gibt sie in verschiedenen Stärken (Durchmesser 1,10 bis 1,35 mm), wodurch man sich die Spieleigenschaften aussuchen kann. Polyestersaiten sind wenig elastisch und fühlen sich im Vergleich zu Nylon- oder Multifilamentsaiten relativ starr an, weisen dafür aber eine weitaus bessere Haltbarkeit auf, so daß auch dünnere Durchmesser verwendet werden können. Reine Polyestersaiten haben einen nicht unerheblichen Nachteil: Die Spannung wird nicht lange gehalten, die Kontrolle lässt nach und die Saite fühlt sich nach kurzer Spielzeit "tot" an. Daher sind Polyestersaiten nur für Spieler mit hohem Saitenverschleiß zu empfehlen. Für diese Spieler bieten Polys auch ein gutes Preis/Leistungsverhältnis.In den letzten Jahren wurde seitens der Hersteller ein enormer Aufwand betrieben, um Monofilament-Saiten mit verbesserten Eigenschaften zu entwickeln und die Schwachstellen (fehlende Elastizität und Spannungsstabilität) zu beseitigen. Luxilon hat sich auf diese Saiten spezialisiert. Den Saiten werden eine Vielzahl von Zusatzstoffen wie PEEK, Carbon und Metallkomponenten beigemischt, um die Spieleigenschaften zu modifizieren.

Multifilament-Saiten

Um den Darmsaiten in den Spieleigenschaften möglichst nahe zu kommen, verdrillt man bei diesen Saiten viele dünne Einzelfasern (Microfilamente), welche aus den verschiedensten Materialien bestehen können, zu einer Saite und ummantelt diese noch mit einem widerstandsfähigen Material. Vorteile sind hierbei höhere Elastizität und Spielbarkeit, aber solche Saiten fasern schnell auf und halten deshalb nicht lange. Zudem sind diese Saiten aufgrund der aufwendigen Herstellung nicht gerade billig. Der größte Vorteil dieser Saiten ist die hohe Armschonung, und bei Armproblemen sollte man nicht am falschen Ende sparen.

Strukturierte Saiten

Saiten mit einer strukturierten Oberfläche sollen dem Spieler mehr Spin ermöglichen, indem sie besser in den Ball greifen. In der Tat bieten die meisten strukturierten Saiten einen tollen Spin und damit verbunden eine exzellente Kontrolle, doch leider spielt sich diese Struktur schnell ab, und außerdem verhilft sie der Saite nicht gerade zu mehr Haltbarkeit.

Hybridsaiten

Hierbei handelt es sich um eine Kombination aus zwei unterschiedlichen Saiten, von denen eine für die Längs-, die andere für die Querbespannung verwendet wird. Da bei einer einheitlichen Bespannung eigentlich immer die Längssaite reißt, weil sie sich stärker bewegt und sich an der Quersaite "kaputtreibt", verwendet man bei Hybrid-Saiten für gewöhnlich eine haltbare Saite als Längssaite (z.B. Polyester oder Aramid/Kevlar/Technora). Als Quersaite verwendet man als Ausgleich eine sehr elastische Synthetiksaite. Die Spieleigenschaften solcher Hybrid-Bespannungen sind gut, und die Haltbarkeit einer Poly/Multi Hybridsaite ist oft sogar höher als die einer reinen Poly-Bespannung.
Die Kombinationsmöglichkeiten für Hybridsaiten sind fast unendlich groß. Weil man mit Hybridsaiten sehr individuelle Kombinationen erstellen kann, erfreuen sich Hybridbespannungen insbesondere bei Selbstbesaitern immer größerer Beliebtheit. Es gibt aber auch von den Herstellern zusammengestellte und im Set verkaufte Hybridsaiten.